Das Hebezeug-Museum


Das Hebezeug-Museum zeigt als wohl einziges der Welt die Geschichte vom Hebel zum Hebezeug. Außerdem dokumentiert es die 260jährige Firmentradition bei der Lösung eines Problems, das so alt ist wie die Menschheit: Lasten zu heben oder zu senken, zu ziehen und zu verfahren.

Weil wir ständig Neues entwickeln, das auf Bewährtem aufbaut, bringen wir all dem gegenüber Anerkennung auf, was Generationen vor uns schufen. Deshalb haben wir neben unseren modernen Fertigungsstätten ein kleines Museum errichtet, um die Entwicklung der Hebezeuge und der dazu benötigten Werkzeuge und Maschinen durch die Jahrhunderte zu dokumentieren.

So sehen Sie im Hebezeug-Museum anhand von Modellen, zum Teil auch Originalen, die Geschichte der Hebezeuge von der Steinzeit bis heute. Die Entdeckung der Hebelkraft, der Pyramidenbau, die Errichtung des Vatikanischen Obelisken, sind nur einige Beispiele für "fördertechnische" Leistungen, die wir Ihnen im Hebezeug-Museum zeigen.

 

Schmiedehandwerk live erleben

Mitmachen erwünscht: J.D. Neuhaus lädt am Sonntag, 6. Mai, ins Hebezeugmuseum ein.

Mitmachen erwünscht: J.D. Neuhaus lädt am Sonntag, 6. Mai, ins Hebezeugmuseum ein

Glücksbringer aus glühendem Stahl: Die große Handwerkskunst des Schmiedens zeigen am Sonntag, 6. Mai 2012, zwei absolute Könner ihres Fachs im Hebezeugmuseum von J. D. Neuhaus (JDN) an der Windenstraße 2 - 4: Volker Avermann (60) aus Witten, Betreuer des Bethauses der Bergleute im Muttental, und der Schmied Viktor Paukov. Interessierte Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren sind eingeladen, hier zwischen 10 und 13 Uhr selbst den Hammer in die Hand zu nehmen und Hufeisen, Schlangen oder Schnecken zu formen. Der Eintritt ist kostenlos.

Etwa zehn Minuten brauchen Kinderhände, um über dem Amboss ein Hufeisen als Glücksbringer zu formen.

Vor den Augen der Zuschauer schmiedet Paukov bei seiner Live-Vorführung Nägel und Zangen – in atemberaubender Geschwindigkeit. Nur fünf Minuten benötigt der 62-Jährige für eine handelsübliche Zange. „Das dauert sonst mindestens eine Viertelstunde“, sagt Volker Avermann, der 13 Jahre lang mit Viktor Paukov im Freilichtmuseum Hagen als Schmied arbeitete. Ganz so schnell schaffen es die Besucher im Hebezeugmuseum natürlich nicht: Etwa zehn Minuten brauchen Kinderhände, um über dem Amboss ein Hufeisen als Glücksbringer zu formen. Natürlich darf das Werk hinterher als Erinnerung mit nach Hause genommen werden

267 Jahre Wittener Geschichte

Zum ersten Mal in diesem Jahr öffnet das Hebezeugmuseum von JDN am Sonntag, 6. Mai, ab 10 Uhr die Türen für Besucher. Zu sehen ist dort neben der Live-Vorführung ein Originalnachbau jener alten Schmiede, mit der bis ins letzte Jahrhundert die Holzschaftwinden von JDN hergestellt wurden. Darüber hinaus finden sich in dem Museum des 267 Jahre alten Wittener Maschinenbauers Reliquien aus der Entwicklung der Hebezeuge von der Steinzeit bis heute. Auch die Windenfabrik sowie das Freigelände mit einem historischen Kaufhauskran der Hansestadt Lübeck laden zur Besichtigung ein. Fragen der Besucher beantworten Mitarbeiter des Hauses.


Die historische Windenschmiede von 1745. Originalgetreu wieder aufgebaut im Jahre 1971.

In der Historischen Windenschmiede können Sie erleben, wie hart und schweißtreibend die Arbeit des Schmiedes zu Gründerzeiten war. Alte Werkzeuge, die zum Bau einer Holzschaftwinde gebraucht wurden, zeugen ebenfalls von dieser Epoche.

Die Windenfabrik J.D. Neuhaus um 1900.

In unserer originalgetreu nachgebauten Windenfabrik J.D. Neuhaus haben wir den Stand der Technik um 1900 dargestellt: transmissionsbetriebene Maschinen für die Holz- und Metallbearbeitung, die übrigens voll funktionsfähig sind.

12 alte Maschinen - in ganz Deutschland erstanden und wieder funktionsfähig gemacht - verdeutlichen den Umbruch von handwerklicher zu maschineller Produktion.

Kaufhauskran in Lüneburg

Als Beispiel für mittelalterliche Ingenieurkunst steht ein Nachbau des Kaufhauskranes der Hansestadt Lüneburg neben Treträdern und alten Holzschaftwinden in verschiedenen Versionen in unserem Freigelände.