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Engineered for extremes

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Johann Diederich II.

(25.9.1813 – 18.12.1883)

Unter ihm machte die Entwicklung große Fortschritte. In dieser Zeit der aufblühenden Industrie in der Mitte des 19. Jahrhunderts, der wachsenden Umsätze an Stahlwaren, des entstehenden Eisenbahnnetzes und der weltumspannenden Schifffahrtslinien blieb der Windenbauer seinem Produkt treu, zu dessen Herstellung neben fachmännischem Können und großem Geschick gewaltige Körperkräfte erforderlich waren.

J. Diederich Neuhaus baute Winden für die Schleusen an der Ruhr, Winden für die vielen Pferdefuhrwerke. Er baute aber auch Winden für die wichtiger werdende Eisenbahn, denn Waggons mussten gehoben, Schienen ausgerichtet und Waren verladen werden. Er baute von Jahr zu Jahr mehr Winden für die Arbeiten in den Kohlegruben.

Eine neue Winde herzustellen, war von altersher eine Kunst. Jetzt aber, in der Zeit der Technisierung, im Maschinenzeitalter, wurden wachsende Ansprüche an die Winden gestellt. Nicht nur an die althergebrachte Bauart, sondern auch an die Tragfähigkeiten.1 Tonne, 2 Tonnen, 5 Tonnen, 20 Tonnen. Höchsten Anforderungen musste das Material genügen. Darum nimmt es kein Wunder, wenn die wichtigsten Teile der Winde, das soll hier noch einmal betont werden, trotz aller übrigen Fortschritte der Technik in der Neuhaus'schen Schmiede weiterhin von Hand geschmiedet wurden.

J. Diederich II. war, soweit wir feststellen konnten, der erste Windenschmied der Familie, der sich seine Ziele weitersteckte als die Vorfahren, denn er ließ seinen Sohn Carl, der über eine außerordentliche Begabung verfügte, auf der Akademie in Charlottenburg zum Ingenieur ausbilden. Carl sollte, so wollte es der Vater, einmal aus dem Betrieb "etwas machen". Doch "Der Mensch denkt, aber Gott lenkt", wie man hierzulande sagt. Leutnant Carl fiel 1870. Zum Glück hatten drei Söhne das Handwerk des Windenschmiedes erlernt. Carl war gefallen, der jüngste Sohn starb, bevor er Meister wurde. So übernahm Louis Neuhaus, der dritte Sohn, jetzt die Windenfabrik des Vaters.

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